Im Unterricht setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der weltweiten Kakaoproduktion und den Bedingungen auseinander, unter denen Kakao angebaut und geerntet wird. Ein zentrales Thema war dabei die Kinderarbeit auf Kakaoplantagen: Große, teils multinationale Konzerne verarbeiten Kakaobohnen weiter, die unter ausbeuterischen Bedingungen geerntet wurden – ein Phänomen, das häufig als „schmutzige Schokolade“ bezeichnet wird.
Doch wie lässt sich dieser Kreislauf durchbrechen? Die Antwort liegt auch im eigenen Konsumverhalten: Am Beispiel von fair gehandelter Schokolade wurde verdeutlicht, wie Verbraucherinnen und Verbraucher durch bewusste Kaufentscheidungen dazu beitragen können, gerechte Handels- und Produktionsbedingungen zu fördern.
Den krönenden Abschluss bildete eine Verkostung verschiedener Fairtrade-Schokoladen mit unterschiedlich hohen Kakaoanteilen. Geschmack, Konsistenz und Schmelzverhalten wurden dabei sorgfältig getestet und mithilfe eines Fragebogens bewertet. So endete eine nachdenklich stimmende Unterrichtseinheit auf eine besonders süße Art – mit dem festen Vorsatz, die ernsten Hintergründe auch nach der Verkostung nicht aus den Augen zu verlieren.



